16.05.2022 – Nach 223 Tagen: Der TSV ist wieder da!

TSV Heiligenrode – VfL Kassel 3:0 (2:0)

Am 4. Oktober rangierte unser TSV das erste Mal auf einem Abstiegsplatz und kam von da an auch nicht mehr dort weg. Viel schlimmer noch, zur Winterpause war man Tabellenletzter mit mageren acht Punkten. Für viele standen die Knilche schon als Absteiger fest. Ein Comeback traute kaum jemand der Mannschaft zu. Gestern, 223 Tage später, hat der TSV mit dem souveränen 3:0-Sieg gegen den VfL Kassel die Abstiegsränge verlassen und in gewisser Weise befreit. Natürlich ist es nur ein Punkt Abstand und faktisch steckt man mitten drin im Abstiegskampf, aber die Leistungen der vergangenen Wochen lassen mehr als berechtigte Hoffnungen da, dass der Klassenerhalt möglich ist. "Jetzt nicht nachlassen" muss die Devise lauten.

Das Spiel begann bei fast sommerlichen Temperaturen verhalten, Großchancen suchten die Zuschauer vergebens. Zwei Annäherungen zum Tor hatte Felix Berthold, doch sein erster Kopfball wurde wegen Abseitsstellung zurück genommen und beim zweiten Kopfball wurde der Winkel zu spitz. In der 22. Minute dann der "Dosenöffner": Nach Ecke des VfL konterte Heiligenrode die Gäste aus: Fabian Siemon schickt Christian Rümenap die Linie herunter und dieser entflieht seinem Bewacher. Vor dem Kasten schiebt er ins lange Eck ein – 1:0. Hin und wieder ließ man den Gästen im Mittelfeld zu viel Platz und diese konnten sich dem TSV-Tor nähern. Zu nennen sind zwei Freistöße. Einer davon wurde jedoch von Markus Frank entschärft, der andere von der Mauer geblockt. Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe der zweite Treffer fiel: Wieder enteilt Rümenap an der Mittellinie dem Verteidiger und läuft bis zur Grundlinie. Dort hat er das Auge für den mitgelaufenen Niklas Federbusch, welcher im ersten Versuch noch scheiterte, aber beim Nachsetzen aus kurzer Distanz den Ball wuchtig in die Maschen hämmert. Nach der Halbzeit überließ der TSV den Gästen etwas mehr Spielanteile, doch wirklich gefährlich wurde der VfL nicht. Stattdessen setzte Christian Rümenap das 3:0 mit einem tollen Tor: Daniel Brandt eroberte in der 73. Minute auf der rechten Seite in der gegnerischen Hälfte den Ball und flankt an den 16er. Dort nimmt Rümenap den Ball einmal an und haut ihn dann unhaltbar volley ins Tor. 3:0, Deckel drauf. Der Rest der Partie plätscherte vor sich hin. Nach rund 95 Minuten war dann Schluss im Stadion Am Park und die Freude bei allen Grün-Weißen groß. Es bleiben dem Team um Coach Marco Burghardt nun noch vier Spiele, um das Unmögliche wahr zu machen.

 

TSV Heiligenrode II – VfL Kassel II 1:0 (0:0)

Die Reserve machte es im Vorspiel der Ersten vor und gewann gegen die Zweite des VfL mit 1:0. Den entscheidenden Treffer markierte Kapitän Christian Brandt per Elfmeter in der 82. Minute. Bereits in der erste Hälfte hätte das Team mehrfach netzen und damit die insgesamt ausgeglichene Partie für sich entscheiden können. Das Team um Trainer-Duo Thomas Barthel und Patrick Fehr fuhr nach fast auf den Tag genau sechs Monaten nun endlich wieder einen Sieg ein. Dies sollte Auftrieb für die letzten fünf Spiele geben, denn trotz Sieg hängt die Zweite unten in der Tabelle fest. Mit Blick auf die kommenden Gegner – allesamt ebenfalls im Tabellenkeller – könnte eine Serie dafür sorgen, dass man sich noch rettet.


13.05.2022 – Gelingt die Befreiung?

Sonntag ist Heimspieltag!

Dabei kommt es zum doppelten Duell mit dem VfL Kassel, alle vier Teams spielen noch um den Klassenerhalt - 180 Minuten Abstiegskampf stehen uns bevor.

Im Vorspiel um 13:00 Uhr treffen zunächst die Reserve Teams im Spiel der Kreisoberliga aufeinander ehe dann um 15:00 Uhr die Erstvertretungen aus der Gruppenliga den Platz betreten. Die HNA erinnert sich im Vorbericht an ein lebloses und langweiliges Spiel in der Hinserie, dies dürfte diesmal nicht der Fall sein.

Alle Beteiligten freuen sich wie immer über zahlreiche Unterstützung, für das leibliche Wohl wird wie gewohnt gesorgt sein. Wie freuen uns auf Ihren Besuch!

Dabei kommt es zum doppelten Duell mit dem VfL Kassel, alle vier Teams spielen noch um den Klassenerhalt - 180 Minuten Abstiegskampf stehen uns bevor.

Im Vorspiel um 13:00 Uhr treffen zunächst die Reserve Teams im Spiel der Kreisoberliga aufeinander ehe dann um 15:00 Uhr die Erstvertretungen aus der Gruppenliga den Platz betreten. Die HNA erinnert sich im Vorbericht an ein lebloses und langweiliges Spiel in der Hinserie, dies dürfte diesmal nicht der Fall sein.

Alle Beteiligten freuen sich wie immer über zahlreiche Unterstützung, für das leibliche Wohl wird wie gewohnt gesorgt sein. Wie freuen uns auf Ihren Besuch!


09.05.2022 – Sieg der Mentalität

TSV Heiligenrode Zierenberg Gruppenliga Kassel Fußball
Christian Rümenap wird von der Jubeltraube nach seinem Treffer zum 3:5 in der Nachspielzeit "begraben". © Carolin Woito Fotographie

TSV Zierenberg – TSV Heiligenrode 3:5 (2:3)

Es war ein spektakuläres Spiel, dass den Zuschauern gestern in Zierenberg geboten wurde – mit dem gewünschten Ende für Grün-Weiß. Und um es vorweg zu nehmen: Am Ende war es völlig verdient. Bis dahin sollte es aber viel Arbeit sein, die zu verrichten war. Zu Beginn sah es nämlich nicht danach aus, als würde Heiligenrode etwas mitnehmen. Bereits nach vier Minuten lag man 1:0 hinten. Der "Sonntagsschuss" aus gut 18 Metern nach einer geklärten Ecke landete unhaltbar im Winkel. Unser Team brauchte einige Zeit, um in der Partie anzukommen. Den ersten Wachmacher hatte Christian Rümenap. Seinen Freistoß fischte der Zierenberger Keeper gerade noch so aus dem rechten Winkel. Von da an kam wurde der TSV H Minute für Minute besser ins Spiel und konnte in der 28. Minute ausgleichen. Es folgten "wilde" zehn Minuten, denn quasi im Gegenzug zum Ausgleich ging die Heimmannschaft durch einen abgefälschten Freistoß in Führung (30.).  Doch statt die Köpfe hängen zu lassen, bewiesen die Knilche Moral und egalisierten durch Christian Rümenap mit dem direkten Gegenangriff. Es ging Schlag auf Schlag. Kaum war der Ausgleich da, tauchte der Zierenberger Angreifer Fabio Ohms vor Markus Frank auf, doch sein Schuss klatschte an den Außenpfosten – Glück gehabt! Drei Minuten später gelang Christian Rümenap dann sogar der Führungstreffer und die Partie war gedreht. Die Mentalität und Leidenschaft stimme einfach an diesem Tag. Mit der Führung ging es in die zweite Hälfte. Wie auch zu Beginn der Partie war unser Team dann die ersten Minuten der zweiten Halbzeit nicht ganz bei der Sache und wurde prompt bestraft: Eine Flanke von rechts außen wird nicht verhindert und landet im Rückraum. Nico Töppel schiebt den Ball für Zierenbergdann präzise in die linke Ecke und die Partie war wieder offen. Es wurde insgesamt etwas ruhiger vor den Toren, die Mannschaften waren ebenbürtig und konnten zunächst keine Großchancen kreieren. Dann überschlugen sich die Ereignisse wieder: Niklas Federbusch wird regelwidrig im Strafraum von den Beinen geholt und es gibt Elfmeter. Christian Rümenap setzt diesen stramm an den Innenpfosten, von wo der Ball wieder ins Feld springt und vor die Füße von Fabian Siemon geklärt wird. Dieser macht den Ball per Flanke sofort wieder scharf und der eingewechselte Dennis Joedecke geht mit dem Zierenberger Keeper ins Kopfballduell. Dabei ist er zuerst am Ball und wird dann mit der Faust am Kopf getroffen – wieder Elfmeter. Der Gefoulte tritt dann selber an und verwandelt sicher rechts unten (78.). Mit der Führung im Rücken lauerte Heiligenrode nun auf Konter, während Zierenberg versuchte, die Partie zu drehen. Allerdings ergaben sich keine Chancen mehr für die in dunkelrot spielenden Gastgeber, die Heiligenröder Defensive stand. Stattdesen ergaben sich Kontermöglichkeiten für Grün-Weiß. Eine davon nutzte Christian Rümenap in der 92. Spielminute zum 3:5 Endstand. Damit war der Deckel drauf und die Partie wenige Augenblicke später beendet. Auch wenn die Mannschaft die Anfangsphasen der beiden Halbzeiten etwas verpennt hat, war es insgesamt eine starke Leistung von allen Akteuren. Trotz diverser Rückschlage überzeugte man als eine geschlossene Einheit, die bereit war, bis ans Limit zu gehen und niemals aufzugeben. Wird dieses Niveau beibehalten, darf man sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

 

Eine Bildergalerie vom Spiel gibt es auf Fupa.net.

 

SV Nordshausen – TSV Heiligenrode II 3:1 (1:1)

Trotz Führung konnte unsere Reserve keine Punkte aus Nordshausen entführen. Der Klassenerhalt ist zwar rechnerisch noch möglich, scheint aber in Anbetracht der Tabellenkonstellation eher unrealsitisch.

 


05.05.2022 – Wochenendvorschau

TSV Heiligenrode Zierenberg Gruppenliga Kassel Fußball
Foto aus dem letzten Spiel gegen Zierenberg im Oktober 2020. © Carolin Woito Fotographie.

TSV Zierenberg – TSV Heiligenrode 08.05.2022, 16:00 Uhr

Nur noch sechs Spiele, um das unmöglich Geglaubte zu schaffen: den Klassenerhalt. Dass er überhaupt noch möglich ist, hat die Mannschaft einer in Summe gesteigerten Leistung seit Jahresbeginn zu verdanken. Trotzdem ist das Ziel noch nicht erreicht und die Aufgaben werden keineswegs leichter. Am Sonntag ist man zu Gast in Zierenberg. Die Gastgeber befinden sich mit 29 Punkten (bei einem Spiel weniger) auf dem 10. Platz und haben etwas "Polster" zur Abstiegszone. Dennoch sind sie noch nicht sicher und werden alles daran setzen, unser Team in die Schranken zu weisen. Beim letzten Besuch in Zierenberg (Oktober 2020) war der TSV chancenlos und ging mit 3:0 bei einer ähnlichen Tabellensituation unter. Und auch sonst waren die Spiele gegen den gleichnamigen TSV immer äußerst knapp. Dieses Spiel wird also am Ende einzig durch die Mentalität entschieden. Es bleibt zu hoffen, dass dies jedem Knilche-Akteur bewusst ist.

 

SV Nordshausen – TSV Heiligenrode II 07.05.2022, 17:00 Uhr

Unsere Reserve tritt bereits am Samstag in Nordshausen an. Die Gastgeber rangieren auf dem 7. Platz, nach oben und unten geht nichts. Das könnte die Chance für unser Team sein, um nach dem Unentschieden unter der Woche nachzulegen und endlich wieder drei Punkte einzufahren.

 

Nachtrag vom 03.05.2022:

TSV Heiligenrode II – SV Harleshausen 1:1 (0:1)

 


02.05.2022 – Klassenerhalt wird greifbarer

TSV Heiligenrode – TSV Wolfsanger 3:0 (1:0)

Nach 90 Minuten war die Freude bei allen Beteiligten groß. Zwar steht der TSV Heiligenrode noch immer auf einem Abstiegsplatz, aber die Lücke zur Nicht-Abstiegszone wurde durch die letzten beiden Siege deutlich verringert und das "rettende Ufer" ist nun sogar auch ohne Fernglas sichtbar. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass das Team zur Winterpause auf dem letzten Platz stand und "tot geglaubt" war. Dass der gestrige Sieg verdient war, steht außer Frage. Von Beginn an war Grün-Weiß das tonangebende Team. Zugegeben: Auch wenn es drei Treffer anders vermuten lassen, ein Offensivspektakel sahen die Zuschauer nicht. Wolfsanger stand tief und versuchte sein Glück man langen Bällen, die jedoch von der souveränen Defensive um Tim Pommer, Felix Berthold und Fabian Siemon abgefangen wurden. So stand für Wolfsanger keine echte Chance in Halbzeit eins zu Buche. Ähnlich sah es beim Heimteam aus: Zwar war man optisch überlegen, aber gute Einfälle zur Überwindung der tief stehenden Gäste hatte man nicht. Es überraschte daher nicht, dass das 1:0 durch eine Ecke fiel: Felix Berthold köpfte in der 39. Minute wuchtig nach präziser Flanke von Christian Rümenap ins Tor. Das Bild in der zweiten Hälfte änderte sich kaum: Wolfsanger sucht sein Glück in langen Bällen, der TSV blieb seiner Linie treu, ohne jedoch die große Gefahr zu versprühen. So musste wieder ein Standard her: In der 63. Minute gab es Handelfmeter, der aus einer Ecke resultierte. Christian Rümenap ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0. Lediglich einmal musste der TSV kurz zittern, als nach einem langen Ball der Gäste Angreifer Haack per Kopf verlängerte und der Ball sich über Torhüter Scheller hinweg an die Latte senkte und von dort wieder ins Feld sprang. Den Deckel machte der eingewechselte Dennis Joedecke in der 91. Minute drauf, als er bei einem Freistoß schnell schaltete und den frei gegebenen Ball einfach auf Höhe der Mittellinie Richtung Tor knallte. Obwohl er dabei nicht richtig traf, kullerte der Ball trotzdem am verdutzten Wolfsanger-Keeper ins Tor, der seinerseits beim Rettungsversuch wegrutschte. Das Glück war also an diesem Tag auf Grün-Weißer Seite.